Bezirksapostel überrascht Gemeinde Ehlershausen

„Ich liebe Überraschungen...“ – Bezirksevangelist Andreas Filler, der für den Abendgottesdienst am 15.4.2015 eingeteilt war, brachte mit dieser Aussage seine große Freude deutlich zum Ausdruck. Der Besuch des Bezirksapostels, der durch eine unvorhergesehene Terminverschiebung möglich geworden war, hat nachhaltige Spuren hinterlassen.

Diakon Edwin Dunne begrüßte die Gottesdienstbesucher draußen vor der Eingangstür. Seine Frau berichtet später: „Edwin stand gestern Abend vor der Tür, als der Wagen des Bezirksapostels auf den Parkplatz fuhr. Seine erste Reaktion war: Nein, kann doch nicht sein, oder? Edwin begrüßte den Bezirksapostel ganz herzlich und auf Anfrage, ob denn noch ein paar Sitzplätze für ihn und seine Frau wären, bejahte er es freudig. Edwin fühlte sich seit langem nicht so entspannt und glücklich, und für ihn war es ein ganz besonderes Erleben.“

Während des Eingangsliedes „Seliges Wissen: Jesus ist mein!“ (GB 296) trat für alle unerwartet der Bezirksapostel mit Bezirksevangelist Filler an den Altar. Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort Römer 8, 11 zu Grunde:

„Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“

Das nun folgende Chorlied „Wer steht dort und wartet“ hatte einen schönen Bezug zu dem überraschenden Besuch. Die Aufforderung im Lied „Auf, lass ihn willkommen sein, Frieden spendet er, der dort steht und klopfet, ist dein Gott und Herr“ haben wohl alle gerne erfüllt und den Frieden verspürt. Davon zeugen auch die nachfolgenden spontanen Empfindungen und Gedanken aus dem Gottesdienst:

  • Ich möchte in nächster Zeit meinen Nächsten überraschen, indem ich anders als erwartet reagiere.
  • Jesus behandelte die Menschen anders als erwartet. Er war gnädig mit ihnen, z.B. mit dem Zöllner oder der Sünderin. Auch wir sollen in der Gemeinde gnädig zueinander sein und niemanden verurteilen. Wir wissen schließlich nicht, wie es den Geschwistern wirklich geht, ob sie das Lächeln vielleicht nur unter Qual zustande bekommen und es ihnen in Wirklichkeit sehr schlecht geht.
  • Für mich war es etwas ganz Besonderes, das Heilige Abendmahl vom Bezirksapostel zu bekommen.
  • Auf dem Nachhauseweg haben wir gleich unseren drei Kindern geschrieben und Timothy meinte: Wow!
  • Im Eingangsgebet hat der Bezirksapostel besonders der Geschwister gedacht, die zurzeit keine Gottesdienste besuchen. Ich hatte das Empfinden, dass er sich große Sorgen um diese Geschwister macht.
  • Jesus durchblickte die Angebote des Teufels; er blieb seinem Vater gegenüber gehorsam. Der Bezirksapostel bat uns, nicht die irdischen Werte in den Vordergrund zu stellen, sondern unsere Erwählung und unser Ziel.
  • Jesu hat seinen Peinigern vergeben; er bat seinen Vater: „Vater, vergib ihnen!“ Ein Schwerpunkt des Gottesdienstes war die Versöhnungsbereitschaft.
  • Es gibt Geschwister die sich oft über lange Jahre sehr einbringen und viel Gutes tun. Irgendwann wird das wie selbstverständlich hingenommen. Dann kommt vielleicht einmal der Augenblick, dass sie es nicht mehr ausführen können oder wollen. Oft wird dann verurteilt und Unverständnis geäußert.
  • Manchmal erleben wir eine Predigt als nicht gut. Das mag an uns selber oder an der Predigt liegen. Wichtig ist es, dass wir Vergebung und Heiliges Abendmahl erleben.
  • Der Bezirksapostel erinnerte: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
  • Ich fühlte mich, wie der Bezirksapostel am Ende sagte, in der Hand Gottes wunderbar aufgehoben.
  • Es war wohltuend und ein unvergessliches Erleben, der Bezirksapostel teilte das Abendmahl an die gesamte Gemeinde aus.

Text: S.F., A.F., H.D., D.H., M.H., K.S., J.S., I.M. Fotos: I.M.